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25. März 2026
18:00
Online
Schnarchen und Schlafapnoe mit der NPSO behandeln
Referent: HP Christian Schütte
Schlafapnoe ist längst kein Randphänomen mehr, sondern betrifft eine stetig wachsende Zahl von Menschen – häufig unerkannt. Nächtliche Atemaussetzer führen nicht nur zu massiver Beeinträchtigung der Schlafqualität, sondern können langfristig weitreichende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Dazu zählen unter anderem Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Belastungen und eine deutlich reduzierte Regenerationsfähigkeit.
Umso wichtiger ist ein frühzeitiges Erkennen möglicher Anzeichen sowie eine sorgfältige Ursachenanalyse. Denn Schlafapnoe ist nicht gleich Schlafapnoe. Neben anatomischen Faktoren spielen funktionelle Zusammenhänge, muskuläre Dysbalancen, nervale Regulationsstörungen sowie vegetative Einflüsse eine entscheidende Rolle.
Im Seminar werden differenzierte Betrachtungsweisen vorgestellt und konkrete therapeutische Ansätze vermittelt. Neben der Arbeit mit der NPSO kommen – je nach Befundlage – weitere Verfahren und unterstützende Hilfsmittel zum Einsatz, insbesondere bei leichten bis mittleren Ausprägungen. Ziel ist es, praktikable und kombinierbare Möglichkeiten kennenzulernen, die im therapeutischen Alltag unmittelbar umsetzbar sind.
Ergänzend werden bewährte Übungen vorgestellt, die Patienten eigenständig durchführen können. Diese dienen der funktionellen Stabilisierung, der Verbesserung der Muskelkoordination im oro-pharyngealen Bereich sowie der Unterstützung einer regulierten Atemmechanik. Die Übungen werden praxisnah demonstriert und können direkt weitergegeben werden.
Der Schwerpunkt liegt auf einem strukturierten, nachvollziehbaren Vorgehen – vom Screening über die Befunderhebung bis hin zur individuellen Therapiestrategie.